AUF EINEN BLICK
Was ist Ferritin?
Ferritin speichert Eisen in Zellen und gibt an, wie gut die Eisenspeicher gefüllt sind.
Warum ist es wichtig?
Eisen wird für Blutbildung, Sauerstofftransport und Energieprozesse benötigt.
Aussagekraft
Ferritin ist ein wichtiger Hinweis auf deine Eisenspeicher.
Wichtig zu wissen
Entzündungen können den Ferritinwert erhöhen – eine Einordnung im Gesamtkontext ist entscheidend.
Normwerte & Einordnung
Ferritin wird in Mikrogramm pro Liter (µg/l) gemessen.
| Einordnung | Ferritin (µg/l) | Bedeutung |
|---|---|---|
| Therapeutisch optimaler Bereich | 50–150 | Eisenspeicher gut gefüllt – optimaler Bereich für Energie, Leistungsfähigkeit und Regeneration. |
| Ausreichend | 30–50 | Eisenspeicher in der Regel ausreichend gefüllt. |
| Unterversorgung | 15–30 | Speicher vermindert – Symptome möglich. |
| Mangel | < 15 | Speicher leer – Ursachen abklären und behandeln. |
Bei Entzündungen (z. B. erhöhtes CRP) kann Ferritin ansteigen, obwohl ein Eisenmangel vorliegt.
Was beeinflusst den Ferritinwert?
Ferritin kann durch verschiedene Faktoren verändert werden.
- Entzündungen
Erhöhen Ferritin unabhängig vom Eisenstatus. - Infektionen
Akute oder chronische Infekte können Ferritin ansteigen lassen. - Lebererkrankungen
Können zu erhöhten Ferritinwerten führen. - Stoffwechsel
z. B. metabolisches Syndrom kann Ferritin beeinflussen. - Eisenaufnahme & Blutverlust
Entscheidend für die Eisenspeicher.
Wann ist Ferritin interessant?
Eine Bestimmung kann sinnvoll sein bei:
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Leistungsminderung
- Konzentrationsproblemen
- Blässe
- starker oder ungewöhnlich langer Menstruationsblutung
- Schwangerschaft & Stillzeit
- vegetarischer oder veganer Ernährung
- nach Operationen
- chronischen Erkrankungen
- wiederkehrendem Eisenmangel
Ferritin immer gemeinsam mit Blutbild, Transferrinsättigung und gegebenenfalls Entzündungswerten beurteilen.
